Anzeige

Vier verbreitete Irrtümer zur Bestattung

Was man so hört und was wirklich stimmt

Trauer braucht Vertrauen. Foto: Bdb

Menschen werden durchschnittlich nur alle 17 Jahre mit einem Todesfall konfrontiert. Da wundert es nicht, dass Irrtümer entstehen, Fehlannahmen, die der Bundesverband Deutscher Bestatter (BdB) einmal kritisch hinterfragt hat.

1. Irrtum: "Eine Erdbestattung ist teurer als eine Feuerbestattung"

Grundsätzlich ist es so: Welche der beiden Bestattungsformen man wählt, sollte man vor allem aufgrund der persönlichen Überzeugung entscheiden und nicht nur Aufgrund des Preises. Zwar ist die Feuerbestattung besonders bei den nachgelagerten Kosten wie der Grab. pflege oft etwas günstiger, doch die Erdbestattung muss nicht zwangsläufig teurer sein. Kosten wie etwa für Sie hygienische Versorgung des Verstorbenen und weitere Dienstleistungen des Bestatters sind in beiden Fällen gleich. Zudem gibt es für beide Fomen ganz unter schiedliche Varianten.

2. Irrtum: "Im Internet kann man Preise gut vergleichen"

Preisvergleiche sind wichtig, sagt Stephan Neuser, BdB. Generalsekretär, doch man muss sich darüber im Klaren sein, dass es immer auch starke regionale Unterschiede gibt - besonders was die Friedhöfe, Friedhofsgebühren, die Grabpflege und andere Leistungen im Zusammenhang mit der Bestattung angeht. Diese regionalen Gegebenheiten kennen Bestatter vor Ort einfach besser. Am besten lässt man sich schon zu Lebzeiten im Rahmen der Bestattungsvorsorge von Ortsansässigen Bestattern ohne gründlich beraten und eine detaillierte Kostenaufstellung aushändigen.

3. Irrtum: "Ich lasse mich anonym bestatten und möchte meinen Kindern nicht zur Last fallen"

Es berührt zu hören, dass ältere Menschen aus einer falsch verstandenen Rücksicht diese Entscheidung treffen. Aber: Das Gegenteil ist oft der Fall. Viele Menschen brauchen, gerade wenn sie weit entfernt wohnen, Orte, die an die Kindheit, die Verwandten und die Vorfahren erinnern. Viele wissen nicht, dass es auf vielen Friedhöfen pflegefreie Gemeinschaftsgrabanlagen gibt, die eine individuelle Grabpflege entbehrlich machen. Ferner gibt es Kolumbarien und Grabeskirchen, die einen würdigen Ort des Gedenkens ermöglichen, ohne die Toten im anonymen Nichts der grünen Wie. se verschwinden zu lassen.

4. Irrtum: "Eine Trauerfeier ist unnötigt"

Auch wenn man sich mit dem Verstorbenen zu Lebzeiten vielleicht schwergetan hat, eine Trauerfeier ist ein guter Dienst und das auch für einen selber.

Auch heißt es oftmals, man wolle den Verstorbenen in Erinnerung behalten, wie er war. Dabei wird vergessen, dass jeder Mensch ganz unterschiedliche Bezugsfelder hat und man durch den Verzicht auf eine Trauerfeier auch Fernstehenden einen Abschied verwehrt. BDB