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Erinnerungen „in Stein gemeißelt“

Individuelle Grabmale als Zeichen der Wertschätzung

Individuelle und außergewöhnliche Grabmale mit Symbolcharakter werden wieder beliebter, hier ein „tropfender Stein“ als Symbol der Vergänglichkeit. Foto: BIV Steinmetze

Wenn ein Mensch stirbt, ist die Trauer bei seinen Hinterbliebenen meist sehr groß. Oft ist es so, dass man im Leben nicht über den Tod gesprochen hat und nun viele Fragen aufgeworfen werden, auf die meist schnell eine Antwort gefunden werden muss. Viele ältere Menschen betonen noch zu Lebzeiten, dass sie im Tod keine Last mehr für die Anverwandten sein wollen. Damit gemeint ist meist ein Grab, das gepflegt werden muss. Manchmal wird dann aus rationalen Gründen eine Entscheidung gegen ein Grab getroffen. Die Argumente sind dann meist: zu teuer oder pflegeintensiv. Aber das muss nicht sein, denn viele Friedhöfe bieten heute unterschiedliche Grabformen an, die über viele Jahre regelmäßig von Gärtnern gepflegt werden und auf denen ein individuelles Grab mit einem persönlichen Grabmal möglich ist.

Das Grabmal spielt eine zentrale Rolle. Hier setzen sich in letzter Zeit individuell vom Steinmetz gearbeitete Steine aus deutschen oder europäischen Steinbrüchen, gerne auch in Materialkombination, immer mehr durch. Nicht selten entsteht ein solches Grabmal in enger Abstimmung zwischen dem Steinmetz und den Hinterbliebenen. Für sie ist dies auch ein wichtiger Teil der Trauerarbeit, denn hier können persönliche Erinnerungen und Nachrichten im wahrsten Sinne des Wortes für die Ewigkeit „in Stein gemeißelt“ werden. Der Grabstein wird so zum Sprachrohr der Menschen zwischen Leben und Tod sowie zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Symbolkraft des Steins und seiner individuellen Gestaltung gibt vielen Trauernden Halt und wird zum Zeichen ihrer Wertschätzung für den Verstorbenen. Immer öfter werden auch QR-Codes oder Fotos eingearbeitet, über die auch ein bildliches Andenken möglich wird. pm