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Ältere Käufer haben gute Karten

Mit Ü50 noch einmal eine Immobilie finanzieren? Darauf gilt es zu achten

Wem das Eigenheim im Alter zu groß wird, hat bei Banken gute Karten Chancen auf eine neue Immobilienfinanzierung. Foto: Kniel Synnatzschke/Westend61/dpa-tmn

ECKERNFÖRDE. Sind die Kinder aus dem Haus, wird vielen das Eigenheim zu groß. Dann wünschen sie sich vielleicht ein kleineres, altersgerechtes Zuhause. Oder sie möchten vom Land in eine umziehen, Stadtwohnung weil dort die Infrastruktur besser ist. Ältere Bauherren haben gute Aussichten, eine Finanzierung zu bekommen - vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen stimmen.

„Eine Finanzierung für die Generation 50 plus unterscheidet sich eigentlich nicht von einer für junge Bauherren“, sagt Udo Zimmermann, Spezialist für Baufinanzierung beim Finanzvermittler Dr. Klein. Die Geldinstitute prüften die finanzielle Situation des Antragstellers nach bestimmten Kriterien wie Einkommen, Eigenkapital und Sicherheiten. „Ist er nach ihrer Einschätzung in der Lage, die monatliche Rate zu zahlen, wird er das Darlehen in der Regel auch bekommen", so Zimmermann.

Laut dem Baufinanzierungsvermittler Interhyp sind in jeder Lebensphase folgende Faktoren für eine solide Kaufentscheidung maßgeblich: die realistische Analyse der finanziellen der Blick auf Lebenssituation und die kühle Abwägung, ob das Objekt tatsächlich das bietet, was hinsichtlich Lage, Zustand und Aufteilung gesucht wird.

Das Alter spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. „Allerdings lässt es sich nicht ganz vernachlässigen", sagt Roland Stecher, Finanz-Verbraucherberater bei der zentrale. Laut der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie achten Banken darauf, dass die Kredite innerhalb der statistischen Lebenserwartung zahlt werden. Diese setzen zurückgezahlt werden. Diese setzen sie häufig mit einem Alter von 75 Jahren an. ,,Aber es gibt durchaus Fälle, wo sie Kredite mit Laufzeiten von 15 bis 20 Jahren vergeben, selbst wenn der Darlehensnehmer dann über 80 ist", so Stecher.

Auch Udo Zimmermann beobachtet, dass Banken nicht immer davon ausgehen, dass der Kunde seinen Kredit vollständig zu Lebzeiten tilgt. „Bei einem Immobilienkredit haben sie ja immer die Immobilie als Sicherheit, die sie im Notfall verwerten können. Das ist anders als bei einem Verbraucherkredit." dpa/tmn