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Endlich wieder Aalversuperdaag!

Ab heute feiert Fockbek zum 42. Mal sein traditionelles Dorffest

Die Veranstalter hoffen wieder auf viele Gäste aus Fockbek und der Region. Foto: Gemeinde Fockbek

Nach zweijähriger beginnt ,,Zwangspause" heute zum 42. Mal die traditionelle Veranstaltung, die von vielen Fockbeker Vereinen und Verbänden in der Vergangenheit immer wieder tatkräftig unterstützt wurde. ,,Endlich können wir wieder ein Dorffest, unsere Aalversuperdaag feiern. Darüber freue ich mich sehr und trotz einiger Änderungen als Folge der Corona Pandemie wird es weiterhin viele traditionelle Aktionen geben. Dazu gehört auch der Fassanstich bei der Eröffnung. Üben konnte ich den Fassanstich leider nicht. Für mich wird das eine echte Prämiere. Insofern werde ich beherzt mein Glück mit dem großen Hammer versuchen und hoffe, dass das Bier letztlich doch in den Bechern und nicht auf meiner Kleidung landen wird. Bei unserem Dorffest handelt es sich um ein Fest der Fockbeker Bevölkerung für die Fockbekerinnen und Fockbeker und deren Gäste. Besonders getragen wird es daher wie in jedem Jahr vom Ehrenamt, das sich vielfältig einbringt. Ich bin sehr dankbar für dieses besondere Engagement und hoffe, dass in den Folgejahren neben den bewährten Angeboten auch neue entstehen werden. Wir sind eine Gemeinde in Bewegung und jeder ist herzlich eingeladen mitzumachen. Ein Fest ist immer so fröhlich wie seine Gäste. Und so bin ich sehr zuversichtlich, dass wir gesellige und entspannte Tage erleben werden," so Bürgermeisterin Tanja Petersen. Gemeinsam mit Bürgervorsteher Dr. Hans-Henning Loose wird sie das Volksfest um 19 Uhr auf der Hauptbühne eröffnen, wie gewohnt musikalisch vom Feuerwehrmusikzug Fockbek begleitet. Mit Spannung wird sicher der Fassanstich durch die Bürgermeisterin erwartet, für die das ja nach eigenen Worten eine absolute Premiere ist. Nicht nur 30 Liter Freibier zum Auftakt der Aalversuperdaag, auch ein buntes Programm erwartet die Besucherinnen und Besucher an den drei Festtagen. Am Freitag präsentieren Hobbykünstler ab 19.30 Uhr in der Mensa der Bergschule ihre Werke.

Rund um den Dorfbrunnen können sich die Besucher auf ein buntes Programm aus Spiel, Unterhaltung und auch auf ein umfangreiches kulinarisches Angebot freuen. Musik darf auf dem Dorffest natürlich auch nicht fehlen und so sorgt eine bunte Auswahl für beste Unterhaltung. Am Freitag steht Musik vom DJ-Duo Katchi & Thodde (Bühne) auf dem Programm und am Sonnabend gibt der Feuerwehrmusikzug im Kaffeegarten der Räucherkate ab 14 Uhr ein Konzert. Abends hat die „GroovelineCoverband" ihren Auftritt.

Auch der Sonntag wartet ab 12 Uhr mit einem bunten Musik- und Bühnenprogramm auf: Wie in den vergangenen Jahren können sich die Gäste auf die Eiderlandmusikanten und den Shanty-Chor Neptun freuen. Nach einen Gottesdienst am Sonntagvormittag im Zelt der Räucherkate öffnet das Dorfmuseum ab 11 Uhr seine Türen. Zur Stärkung und für eine gemütliche „Feierpause" gibt es zur Mittagszeit eine Erbsensuppe, ganz traditionell aus dem großen Topf.

Ein buntes Kinderprogramm sowie Infostände der verschiedenen Vereine, Verbände und Institutionen erwartet Jung und Alt am letzten Tag des Dorffestes. Bürgermeisterin Tanja Petersen und Rathaus-Mitarbeiterin Julia Claußen freuen sich auf eine tolle Veranstaltung mit Familienfestcharakter, die am Sonntag gegen 19 Uhr beendet sein wird.

Woher kommt der Name ,,Aalversuper"?

Es gibt eine Fockbeker Sage, die vom Aalversupen (Aalersäufen) handelt. Dieser Sage zufolge wollten die Dorfbewohner im Fockbeker See Heringe züchten. Zu diesem Zwecke kauften sie auf dem Rendsburger Markt Salzheringe, die sich dann in den See schütteten.

Als sie im folgenden Jahr das Wasser des Sees abließen, um ihre Heringe zu ,,ernten“, fanden sie dort allerdings keinen einzigen mehr. Stattdessen räkelte sich ein fetter Aal im Schlamm des Sees. Schon war dieser als Verursacher des Heringsschwundes ausgemacht, die Dorfbewohner waren der Meinung, er hätte sämtliche Heringe gefressen. Man sann auf Rache und eine angemessene Strafe für den vermeintlichen Übeltäter. Im Laufe der Beratung, welche die grausamste mögliche Strafe sei, kam ein Bewohner, der selbst einmal fast ertrunken wäre, auf die Idee, den Aal zu ertränken plattdeutsch: to versupen. Also wurde der Aal, als der See wieder gefüllt war, an der tiefsten Stelle ins Wasser geworfen. Als er sich davon schwimmend in den Fluten wand, glaubten die Fockbeker, er ertrinkt und kommentierten dieses mit den Worten ,,He versupt, he versupt!". Seitdem gibt es den Begriff ,,De Aalversuper“.