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Komfortabel und sicher im eigenen Haus

Tipps für den altersgerechten Umbau

Bauliche Maßnahmen für ein barrierefreies Zuhause wie eine ebenerdige Dusche können den Alltag erleichtern. Foto: Hüppe

Der demografische Wandel schreitet voran. Experten prognostizieren, dass 2035 mehr als ein Viertel der deutschen Bevölkerung über 65 Jahre alt sein wird. Trotzdem sind bisher nur rund 1,5 Prozent der deutschen Wohnungen barrierearm. Was tun, wenn die eigene Immobilie im Alter kein selbstständiges Leben mehr ermöglicht? Thomas Billmann, Modernisierungsberater von Schwäbisch Hall, zeigt, welche Maßnahmen Immobilienbesitzer ergreifen können, um möglichst lange, sicher und komfortabel im eigenen Zuhause wohnen zu bleiben.

Hinter altersgerechtem Wohnen verbirgt sich eine Wohnform, die Menschen im besten Alter ein barrierefreies und komfortables Leben garantiert. Das Ziel: Eine Immobilie, die so gebaut und ausgestattet ist, dass sie Selbstständigkeit möglichst lange begünstigt. Um das eigene Zuhause barrierefreier zu gestalten, muss dabei nicht unbedingt ein vollständiger Umbau erfolgen. Auch kleinere Maßnahmen können bereits helfen: Griffe im Bad, im Flur, an der Balkon- oder Terrassentür bieten Halt, wo er gebraucht wird. Sicherheit auf der Treppe gewährleistet ein zweiter Handlauf und ausreichend Beleuchtung. Genügend Licht schützt auch im Außenbereich vor Stolperfallen. Auch Sitzerhöhungen auf dem WC, ein Sitz in der Badewanne, ein Duschklappsitz oder die Anpassung der Höhe von Steckdosen oder Lichtschaltern können den Alltag erleichtern.

Neben den kleineren, relativ kurzfristig realisierbaren Handgriffen gibt es umfangreichere bauliche Maßnahme für eine altersgerechte Immobilie. Wege zum Gebäude, Stellplätze auf dem Grundstück oder Türschwellen im Inneren lassen sich verbreitern oder ebenerdig, ohne Stufen gestalten. Dabei können feste oder mobile Rampen helfen. Beim Bodenbelag gilt: Kunststoff oder Korklinoleum statt rutschigem Laminat. „Teppiche, Läufer oder Fußmatten auf glattem Untergrund sind vermeidbare Gefahrenquellen", warnt der Experte.

Die Klassiker des altersgerechten Umbaus sind die bodengleiche Dusche, eine Wanne mit seitlichem Einstieg oder der Treppenlift. Dagegen sind altersgerechte Assistenz- oder Smart Home-Systeme technologische Neuheiten. Mit ihnen lassen sich Türen, Fenster und Rollläden mühelos bedienen. Eine Gegensprechanlage oder ein Sturzmelder sorgen für mehr Sicherheit.

Sobald Immobilienbesitzer erkennen, dass sie aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht mehr autonom leben können, sollten sie sich Gedanken über die verschiedenen Optionen machen. Für eine solche Entscheidung sollte sich ausreichend Zeit genommen werden, denn mit einem veränderten Wohnumfeld geht meist auch ein veränderter Alltag einher. ,,Außerdem sollte bedacht werden, dass Barrierefreiheit nicht nur eine Frage des Alters ist: Im besten Fall wird ein Neubau bereits altersgerecht bzw. barrierefrei geplant“, rät Thomas Billmann. pm