Internationaler Kultur Kunstkilometer in Flensburg: Leben und Zusammenhalt in die Innenstädte bringen

Malerei, Literatur, Tanz und Musik vom 5. Juni bis 14. Juli in der Flensburg Galerie

Die Initiatoren: Jens Drews (1.) und Ingolf Max Libuschewski. Foto: Privat
Die Initiatoren: Jens Drews (1.) und Ingolf Max Libuschewski. Foto: Privat

Die Flensburger Innenstadt blüht mit Kunst auf. Vom 5. Juni bis 14. Juli kehrt der Internationale Kultur Kunstkilometer mit einem „Special“ nach Flensburg zurück und füllt die Flensburg Galerie mit Malerei, Literatur, Tanz und Musik.

Besucher erwartet eine Kunstpassage mit über 200 Gemälden, Lesungen von Eckhard Kowalke und Florentine Joop, „Kultur über den Dächern der Stadt“ mit dem Tanztheater Multilingualismus von Sueki Yee und Christine Schleicher, das Midtsommerjazz Festival vom Verein 8001 und viele weitere kulturelle Aktivitäten internationaler Künstlerinnen und Künstler. Zusätzlich lassen sich im alten Gebäude der DAK in der Angelburger Straße Kunstausstellungen verschiedenster Ausrichtungen finden.

Ein Highlight ist das Kunstparkhaus. In Zusammenarbeit mit Flensburger Schulen sowie Künstlerinnen und Künstler entsteht auf 300 Metern an den Wänden des Parkhauses die Geschichte Flensburgs seit 1248.

Initiatoren und Gründer des IKK sind Jens Drews und Ingolf Max Libuschewski. Ihr Ziel ist es, mittels kulturschaffender Projekte wieder mehr Leben und Zusammenhalt in die Innenstädte zu bringen. Beide haben große Teile ihres Lebens in Flensburg verbracht und ihnen liegt die Stadt sehr am Herzen. „Ich bin nun 60 Jahre alt und wollte der Stadt nochmal ein schönes Geschenk machen“, erzählt Jens Drews. Er erklärt weiter, die Pandemie und die wirtschaftliche Lage haben Innenstädte verkümmern lassen. Eben deswegen füllen die Künstlerinnen und Künstler leerstehende Räumlichkeiten, um die Menschen aus der eigenen Isolation zu bringen und die Städte wieder zum Leben zu erwecken. Ingolf Libuschewski wünscht sich auch, dass die Menschen sich nicht nur im Rahmen ihres Stadtteils oder Bezirks sehen, sondern mehr ganzheitlich für ihre Stadt wirken. Er sagt: „Mit größerem Denken lässt sich Größeres erreichen.“

Der IKK setzt sich für kreatives Denken ein, um aktuellen und zukünftigen Themen mutig entgegenzutreten und sieht den Weg dahin in Kunst und Kultur.

Der gemeinnützige Verein erfährt raschen Zuwachs seitens der Wirtschaft und Politik. Auch von der künstlerischen Seite ist das Interesse groß, die eigenen Schöpfungen vor ein neues und breiteres Publikum zu bringen.

Nicht nur den Städten sollen diese Veranstaltungen zu Gute kommen. Ingolf Libuschewski sieht eine Gelegenheit, die Kunst mehr in den Alltag zu bringen und so eine Alternative zu den üblichen Galerien zu schaffen. „Wir wollen die Kunst ins Leben und Leben in die Kunst bringen.“

Gesponsert wird das IKK-Special von lokalen Unternehmen: Der Flensburg Galerie, Team AG, der Flensburger Gilde, dem Flensburg Journal und dem shz.

Das IKK-Team ist euphorisch, dieses Projekt nun endlich in Flensburg zu realisieren und will die Erfahrungen aus diesem Projekt nutzen, um solche Events auch anderswo zu ermöglichen. Viele Städte sind bereits interessiert und es beginnen auch schon erste Planungen für weitere Kunstkilometer in Deutschland und international, für eine farbenfrohe gemeinsame Zukunft.
Philipp Wiemers