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Ein fliegender Wildtier-Retter

Krogaspe hat jetzt eine Drohne mit Wärmebildkamera - und sie hat sich bereits bewährt

Kooperation (v.l.): Hans-Henning Först, Heinz Fürstenwerth und Hans-Jürgen Fürst von der Jägerschaft, Gunter Störmer und Katharina Schmalz (beide Firma Enerparc), der Geschäftsführer von Solarwind Gerriet Arndt und Bürgermeister Nils Höfer. Foto: Kai Eckhardt

Wildtiere in der Umgebung von Krogaspe können sich über mehr Sicherheit während der landwirtschaftlichen Mähsaison freuen. Der Gemeinde wurde eine Drohne mit Wärmebildkamera gespendet, die von der örtlichen Jägerschaft nun zum Aufspüren genutzt werden kann, um die Tiere vor den Mähwerken zu retten.

Ermöglicht haben die Anschaffung die Firmen Solar Wind und Enerparc, die Projektplaner, Entwickler sowie Betreiber des Krogasper Solar-Parks sind. „Wir arbeiten seit Anfang an gerne und auch sehr eng mit der Gemeinde zusammen", bestätigt Gunther Störmer, Projektentwickler bei der Firma Enerparc. So bekamen sie auch die Anfrage der Jägerschaft wegen der Anschaffung einer Drohne mit. Und da Naturschutz auch für die beiden Firmen wichtig ist, beschloss man, die Gemeinde und damit auch die Jäger zu unterstützen. ,,Zumal die Drohnen-Technik für uns kein Neuland ist - wir nutzen sie zur Vermessung", fügt Störmer an.

Bisher wurden die Felder abgegangen

„Wir durften die Drohne sogar selbst aussuchen“, verrät Jäger Hans-Jürgen Först. Bisher waren sie die Felder mit einigen Freiwilligen selbst abgegangen aber selbst dann, gibt es keine Garantie, alle versteckten Tiere in dem hohen Gras zu finden. Zwar konnten sie im letzten Jahr die Drohne einer Privatperson nutzen, doch es war absehbar, dass es in diesem Jahr nicht klappen werde.

,,Auch wenn die offizielle terminlichen Übergabe aus Gründen erst jetzt stattfinden konnte, durften wir die Drohne bereits seit Ende April zur Wildtierrettung nutzen", erklärt Först.

Gleich drei Jäger machten daraufhin eine Ausbildung zum „Drohnen-Führerschein", um das neue Flug-Gerät auch ordnungsgemäß einsetzen zu können. Der Aufwand hat sich gelohnt. Allein in dieser Saison konnten bisher rund 60 Wildtiere vor den Mähwerken gerettet werden. ,,Gut 20 waren schon etwas älter und konnten aus dem Feld werden, herausgetrieben die anderen haben wir eingefangen und erst einmal in Sicherheit gebracht, bis die Mäharbeiten abgeschlossen waren“, erläutert der Jäger.

Der Krogasper Solarpark ist seit rund zwei Jahren in Betrieb. Auf gut zehn Hektar befinden sich ungefähr 30000 Einzelmodule, die eine Leistung von zehn Megawatt erbringen können. Kai Eckhardt