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Äpfel pressen lassen in der Zuckerstraße 

Neu im Lollfuß 64: ,,Genusswerke Henes"

Joachim Henes und sein Sohn David haben das neue Geschäft eröffnet. Foto: Doris Ambrosius

Anfang des Jahres haben Joachim Henes und sein Sohn David einen neuen Lebensmittelladen im Lollfuß 64 eröffnet: „Genusswerke Henes“, mit selbst verarbeiteten Apfel-Produkten und Waren lokaler Erzeuger. Wobei der Schwerpunkt nicht unbedingt auf Bio liegt, sondern vor allem auf gute Erzeuger aus der Region plus einen kleinen „Unverpackt-Bereich“.

Doch wo kommen eigentlich die Äpfel her? Und wie entsteht der frische Apfelsaft? Besonders toll ist, dass auch jede Privatperson ihre eigenen Äpfel in der Hauseigenen Mosterei auspressen lassen kann. „Ab 100 Kilo (zirka drei Schubkarren) kann jeder zu uns kommen nach Schleswig in die Zuckerstrasse 30“, beschreibt David Henes, „jeden Mittwoch und Sonntag von 17 bis 19 Uhr ist Abgabe und Abholung.“ Die Apfelpresse schafft in der Hauptzeit rund sechs bis sieben Tonnen Äpfel pro Tag. Diese Menge muss gut organisiert werden. „Wir arbeiten mit einer nummerierten Liste, so dass jeder Kunde sicher sein kann, auch seine eigenen Äpfel als Saft zu bekommen“, beschreibt der Senior, „dieser wird dann in Fünfliterschläuche abgefüllt, die später über eine Kartonage gezapft werden können.“ Vorher erfolgt für die einjährige Haltbarkeit eine Erhitzung auf 80 Grad, 25 Sekunden lang. „Diese schonende Variante sorgt auch für lange Haltbarkeit der Inhaltsstoffe“, erklärt Junior Henes.

Joachim Henes, ursprünglich an der Schweizer Grenze beheimatet, gründete vor 26 Jahren einen großen Obstgarten in Brodersby mit mittlerweile über 100 Apfelsorten. Vor 16 Jahren kam die eigene Obstpresse dazu. „Der Grund war, dass ich selbst niemanden fand, der meine Obstmengen pressen konnte.“ Sohn David entschied sich vor zwei Jahren, in den Familienbetrieb mit einzusteigen. Die eigenen Äpfel werden tatsächlich per Hand und nicht maschinell eingesammelt, erzählt er. „Das macht zeitlich keinen Unterschied, jedoch ist die Qualität besonders hoch.“ amb